Ausgabe 1.2016
Unsere ersten fünf Jahre
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Das Tagesseminar des Schlaganfall Landesverbandes Niedersachsen am 16.11.16 in Burgdorf zum Thema Selbsthilfegruppen-Finanzierung wurde mit 17 interessierten TeilnehmerInnen durchgeführt. Die verschiedenen Fördertöpfe wurden vorgestellt und es wurden sämtliche Fragen der Anwesenden beantwortet. Der Seminarleiter bedankte sich am Ende eines anstrengenden Tages für die konstruktive Mitarbeit und das in den einzelnen Gruppen gezeigte Engagement.

Während einer Vorstandssitzung des Schlaganfall Landesverbandes Niedersachsen am 12.11.16 in Burgdorf zur Vorbereitung unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf das fünfjährige Bestehen unseres Verbandes hingewiesen.

 

Der Rückblick des Vorsitzenden im Wortlaut:

 

"Arabischer Frühling, Fukushima, Euro-Krise, Guttenberg-Affäre und die Gründung des Schlaganfall Landesverbandes Nds. e.V.: 2011 hat uns wie kaum ein Jahr zuvor in Atem gehalten!

   

Januar – Arabischer Frühling

Das Jahr beginnt mit dem dramatischen Aufbruch in einer Region, die jahrzehntelang von politischem Stillstand, Armut und Unterdrückung geprägt war und weltpolitisch im Abseits stand: Zuerst erheben sich Menschen in Tunesien, Algerien und Ägypten gegen die Gewaltherrschaft, dann schließen sich wie in einem Flächenbrand Protestierende in anderen arabischen Ländern an.

 

Februar – Guttenberg-Affäre

Er galt als der neue Star der deutschen Politik, aufrecht, strahlend, unbelastet – und adlig dazu. Karl-Theodor zu Guttenberg war Anfang des Jahres noch der unangefochtene Liebling der Bürger und der Medien. Manche sahen in ihm schon den nächsten Kanzler. Doch dann stellt sich heraus, dass der CSU-Politiker bei seiner Dissertation kräftig geschummelt hat. Am 1. März tritt Guttenberg schließlich als Verteidigungsminister und von allen übrigen politischen Ämtern zurück.

 

März – Atomkatastrophe von Fukushima

Am 11. März bebt die Erde an Japans Ostküste. Das heftige Beben löst einen gewaltigen Tsunami aus, weite Landstriche werden überflutet, Hunderte Dörfer und Städte zerstört.                                                     Mindestens 16.000 Menschen sterben, Zehntausende werden obdachlos. Die Flutwellen überschwemmen auch das Atomkraftwerk Fukushima I, das völlig unzureichend geschützt ist. Große Mengen an Radioaktivität werden frei. Sie kontaminieren Luft, Böden, das Meer, das Grundwasser und auch die Arbeiter in den zerborstenen Meilern. Mehr als 100.000 Menschen müssen die Region verlassen.

 

Juni – Frauen-Fußball-WM in Deutschland

2011 sollte das Jahr des Frauenfußballs werden. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Leider verbringen die Nationalspielerinnen vor dem Turnier mehr Zeit bei Fotoshootings und Werbeaufnahmen als auf dem Trainingsplatz. Schließlich sind die deutschen Frauen, anders als die Männer, amtierende Weltmeister und rechnen sich gute Chance aus, den Titel zu verteidigen. Bereits im Viertelfinale ist für die großen Favoritinnen aber Schluss.

 

Juli – Rechtsextreme Attentate in Norwegen

Am 22. Juli bricht über Norwegen das Grauen herein: Der Rechtsextremist Anders Breivik verübt zunächst einen Bombenanschlag auf das Regierungszentrum in Oslo. Acht Menschen sterben. Während alle Welt bereits über ein Attentat islamistischer Terroristen spekuliert, setzt Breivik, als Polizist verkleidet, Stunden später ungehindert auf die 30 Kilometer entfernte Ferieninsel Utoya über und überfällt dort ein Sommercamp der sozialdemokratischen Jugendorganisation. Er erschießt 69 Jugendliche und Betreuer. Das Land verfällt in einen Schock, bleibt seiner offenen Haltung aber weiter treu.

 

August – Euro-Krisengipfel 

Die Euro- und europäische Schuldenkrise spitzt sich im Lauf des Jahres immer weiter zu. Griechenland, aber auch andere hoch verschuldete Länder wie Italien und Spanien, erhalten auf den internationalen Finanzmärkten kaum noch Kredit und wenn, dann nur zu immer höheren Zinsen. Griechenland wird faktisch für zahlungsunfähig erklärt.

 

November – Gründung SLN in Wolfenbüttel

 

Am 28.11.2011 um 10.00Uhr kommen während eines Gipfeltreffens Vertreter Niedersächsischer Schlaganfall Selbsthilfegruppen zusammen und begründen den Schlaganfall Landesverband.

Ich will unserer JHV nicht vorgreifen, aber einige Zahlen, die die Entwicklung dieses, unseres Verbandes zeigen, möchte ich nennen. Wir starteten 2011 mit einer Anschubfinanzierung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe i.H. von 1.000€. Im laufenden Jahr umfasst der Haushalt unseres inzwischen beachtlich gewachsenen Verbandes 28.352€.

Wir organisieren selbst eine große Anzahl von Veranstaltungen und nehmen an den verschiedensten Veranstaltungen unserer Kooperationspartner teil. Was machen wir dort? Wir stellen uns und unsere Arbeit vor und leisten Präventionsarbeit. Dazu gibt es zu unserem kleinen Jubiläum neues Werbematerial, das ich auf den Tischen verteilt habe.

Neben dem Hintergrund, was ein Schlaganfall für jeden Betroffenen und sein Umfeld bedeutet - das Leben wird komplett auf den Kopf gestellt wird - hat ein Schlaganfall auch eine gesellschaftspolitische / sozio-ökonomische Bedeutung. Statistiken belegen, dass ein Schlaganfall etwa 170.000€ an Folgekosten nach sich zieht. Habt ihr euch schon einmal klargemacht, was das bedeutet?                                                           Wenn wir durch unsere Präventionsarbeit in den Gruppen nur jährlich einen Menschen vor schweren Schlaganfallfolgen oder gar vor einem Schlaganfall bewahren, weil er die Warnzeichen richtig deutet, heißt das, dass wir der Gesellschaft in den letzten fünf Jahren Kosten in Höhe von mehr als 5,1 Mio.€ erspart haben. So "ganz nebenbei" haben wir auch noch unendlich viel Leid gemindert oder erspart.

Wir sollten weiterhin so gut zusammenarbeiten und dort helfen, wo wir helfen können. Jeder in seinem Bereich und soweit er kann.

Genau diese gute Zusammenarbeit ist es, für die ich mich bei euch bedanken möchte. Mir macht es sehr viel Spaß einen Beitrag zum Gelingen unseres Landesverbandes gemeinsam mit euch zu erbringen.

Insbesondere bedanke ich mich für die gute Zusammenarbeit im Vorstand. Das Engagement eines jeden einzelnen von euch trägt dazu bei, dass die sehr spannende, oftmals aber auch sehr belastende Arbeit, immer wieder mit neuen Ideen befruchtet wird.

Bevor ich schließe möchte ich noch denjenigen Menschen danken, die euch freistellen, freistellen für eure Tätigkeit im Schlaganfall Landesverband Niedersachsen.

Ohne die tatkräftige Unterstützung eurer PartnerInnen, liefe es manchmal nicht so rund. Euch allen nochmals vielen Dank für diese Unterstützung!

Dann sind wir bei den Protagonisten (der Protagonist war der erste Schauspieler im antiken griechischen Drama, der allein allen Anderen gegenüberstand), bei denen, die in der ersten Reihe stehen.                   Für euch und, na klar, auch für mich selbst, habe ich erdacht, einen Wein zu besorgen. Irgendeinen Bezug zu uns und unserem Verband wollte ich natürlich auch herstellen, aber Niedersächsischen Wein zu bekommen ist mir nicht gelungen und so bekommt ihr eine Flasche Wein des Jahrgangs 2011.

Ich wünsche gute Tischgespräche."

 

 

Seminar des

Schlaganfall Landesverbandes Niedersachsen e.V.

vom 07. bis zum 09.10.2016 in der HVHS Loccum.

 

Es war ein sehr gelungenes Seminar. Mit 36 TeilnehmerInnen aus sechs Mitgliedsgruppen waren die zwei Refenten gut ausgelastet.

 

In seiner Begrüßung verwies der Vorsitzende des SLN darauf, dass es immer wieder etwas besonderes sei mit vielen bekannten und neuen SHG-Mitgliedern zusammen zu kommen. Auch das diesjährige Seminar soll Gelegenheit geben, Menschen kennen zu lernen.

 

An Menschen, die von einer Krankheit betroffen sind,

stellt das Leben außergewöhnliche Herausforderungen.

Manche Menschen nehmen diese Herausforderungen mutig an und bewältigen sie mit viel Kraft. Einige engagieren sich nicht nur für sich selbst, sondern schließen sich mit anderen Betroffenen zusammen, geben Rat und Hilfestellung, entwickeln pfiffige und kreative Ideen und machen so das Leben für sich und andere ein Stück leichter.

Mit großem Einsatz engagieren sich Betroffene und oft auch Angehörige, um sich und anderen den Umgang mit dem Schlaganfall und seinen Folgen zu erleichtern. 

 

Selbsthilfe macht Mut und gibt Selbstvertrauen

Das Engagement in unseren Selbsthilfegruppen trägt dazu bei, dass Menschen ihr Leben so weit wie möglich selbstbestimmt gestalten, eigene Fähigkeiten und Ressourcen bestmöglich nutzen und damit ihre Erkrankung oder Behinderung besser bewältigen können. Dieses ist ungeheuer wichtig – für den einzelnen Betroffenen, aber auch für unsere Gesellschaft insgesamt.

Selbsthilfe schlägt somit eine Brücke zwischen individueller und sozialer Verantwortung. 

 

In Balance leben. Eine Gruppe setzte sich inhaltlich mit den Themen gelingende Kommunikation und Angst auseinander.

Die zweite Gruppe versuchte den Satz „Selbsthilfe ist dann, wenn du das Wort ergreifst, was dir zuvor im Halse stecken blieb“ mit Leben zu erfüllen. Den Themenschwerpunkt bildeten hier die Begriffe Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Anhand verschiedenster Beispiele haben wir diese Begriffe für uns erschlossen. Ernst und auch spielerisch, je nach Gusto der Teilnehmer, im Rahmen von Rollenspielen.    

Wie die durchweg positiven Rückmeldungen zeigten, haben wir gemeinsam angepackt und unser Ziel erreicht.

 

Finanziert wurde dieses Seminar u.a. aus Eigenmitteln des SLN, einer Eigenbeteiligung der TeilnehmerInnen und Projektfördermitteln der Gesetzlichen Krankenkassen. Eingebunden wurden Mittel der IKK classic und aufgrund der Vielzahl der TeilnehmerInnen auch Fördermittel der SECURVITA BKK. Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Das Sommerfest im Haus der Ruhe am 12.06.2016 war nicht nur für unseren Landesverband wieder ein großer Erfolg, sondern auch für alle Besucher. Viele Gespräche über das Thema Schlaganfall und die damit verbundenen Folgen wurden geführt. Eine kleine Änderung im Ablauf, unser grußes rotes Faltzelt blieb verpackt auf dem Hänger und wir bekamen einen vorbereiteten Stand im Eingangsbereich zugewiesen, erwies sich als Glücksgriff, da so unser Equipment komplett trocken blieb.

 

Das Gruppensprechertreffen der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe in Bielefeld am 01.06.2016 fand aus meiner Sicht in sehr gut für diesen Zweck geeigneten Räumlichkeiten statt. Auch die Verpflegung war gut, was aber noch viel wichtiger ist: Es beteiligten sich ausnahmslos alle Anwesenden an den Diskussionen zu den angesprochenen Selbsthilfe-themen. Eine sehr gelungene Veranstaltung auf welcher ich wieder wichtige Erkenntnisse für unsere Verbandsarbeit erhielt.            U.Weber 

30.Selbsthilfetag Hannover am 21.Mai 2016
unser Infostand war gut besucht!
der Standaufbau ist abgeschlossen
Ursprung dieses Bildes: KIBIS-Archiv

Eine sehr interessante öffentlichen Veranstaltung hatte die Aller-Weser-Klinik, das Krankenhaus Verden, am Sonntag, dem 29.05.16 organisiert. Während der Gesundheitsmesse in der Zeit von 11–17Uhr waren alle Menschen herzlich eingeladen den zahlreichen Vorträgen zu lauchen und sich zu informieren.

 

Das 25 jährige Jubiläum des Landesselbsthilfeverbandes Schlaganfall- und Aphasiebetroffener und gleichartig Behinderter Berlin e.V. am 26.05.2016 war eine gelungene Veranstaltung mit vielen informativen Beiträgen. Für unseren SLN-Vorstand habe ich die Gelegenheit genützt unseren Berlinbesuch im September vorzubereiten.

 

Gesundheit geht jeden etwas an!

Ob jung oder alt, Gesundheit ist nicht nur Schicksal, sondern aktiv gestaltbar!

 

Selbsthilfegruppen sind wichtige Informations- und Kompetenz-träger im Gesundheitswesen. Sie sind als "vierte Säule" des Gesundheitswesens anerkannt und aus diesem nicht mehr wegzudenken.

 

Wir als Verband freuen uns sehr, dass bereits vor 25 Jahren Menschen in Berlin die Idee hatten Kompetenz im Gesundheits-wesen, hier speziell für den Bereich der Schlaganfall- und Aphasiebetroffenen, zu bündeln und einen Landesselbsthilfe-verband gründeten.

 

Zum 25 jährigen Jubiläum (Festveranstaltung am Donnerstag, dem 26.Mai 2016) gratulierten wir dem Landesselbsthilfever-band Schlaganfall- und Aphasiebetroffener und gleichartig Behinderter Berlin e.V. recht herzlich.  

  

 

eingestellt am 19.03.2016 We

zu Beginn des vierten Veranstaltungstages im International Neuroscience Institute

 

Wir als Schlaganfall Landesverband Niedersachsen beteiligten uns an der internationalen Woche des Gehirns im INI Hannover und haben die Gelegenheit genutzt mit Besuchern und Vertretern des Forum Gehirn e.V. ins Gespräch zu kommen!

 

Während der brainWEEK ergaben sich interessante Gespräche   mit Menschen, welche entweder selbst von einer erworbenen Hirnschädigung betroffen sind oder aber als Angehörige eines Betroffenen viel Einsatz zeigen. 

 

 

vor Beginn des Vortrages von Ullrich Weber: Schlaganfall - so gehen wir damit um

eingestellt am 16.03.2016 We

Gerade eben aus Hamburg von einem, aus Sicht des Schlaganfall Landesverbandes Niedersachsen, sehr erfolgreichen Austausch-treffen zurück, setzt sich unsere ehrenamtliche Tätigkeit in dieser Woche mit der brainWEEK in Hannover fort.

 

In Hamburg bzw. Schleswig Holstein haben wir vom 13.03. bis zum 15.03.2016 sehr interessante Gespräche mit Vertretern verschiedener Schlaganfall Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen geführt. Hierbei stellten sich teilweise große Unterschiede in der Verbandsarbeit heraus. So ist der Vorstand des Schlaganfall Landesverbandes Nds. e.V. ausschließlich mit Ehrenamtlichen besetzt und finanziert sich i.W. über die im Sozialgesetzbuch V festgeschriebene Selbsthilfeförderung der Gesetzlichen Krankenkassen. Auch auf die Beschäftigung eines Geschäfts-führers / einer Geschäftsführerin wird aufgrund zu geringer Mittel und auch dem Anspruch an uns selbst, dass es sich bei Selbsthilfearbeit um ein niederschwelliges Angebot, abgesetzt von professionellen, sehr wohl aber um unverzichtbare Aufgabe handelt, verzichtet. Unsere Gespräche in der Albertinen-Akademie in Hamburg haben grundsätzliche Unterschiede und wesentliche Abweichungen in der Gestaltung der eigentlichen Selbst-hilfearbeit aufgezeigt. In Niedersachsen übernehmen die Selbsthilfe-gruppen vor Ort die Betreuung und Beratung hilfesuchender Patienten oder deren Angehöriger. Der SLN vertritt die Interessen von erworbenen Hirnschädigungen Betroffener nach außen und tritt als Ansprechpartner und Vermittler auf.

 

Schlaganfall 

Landesverband

Niedersachsen e.V.

 

Worin sehen wir unsere Aufgabe und warum sehen wir uns als Verband als wichtigen Unterstützer der Selbsthilfe, ganz speziell der Schlaganfall-Selbsthilfegruppen?

 

Der Schlaganfall Landesverband Niedersachsen e.V. (SLN) ist ein sozialer Zusammenschluss Schlaganfall-Betroffener und Angehöriger, sowie gleichartig Behinderter auf gemeinnütziger Grundlage. Er ist eine demo-kratische und solidarische Selbsthilfeorganisation von und für den genannten Personenkreis.

Zweck des SLN ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege. Somit wird ein Beitrag zur Gesundheitsförderung, zur Prävention des Schlaganfalls und zur Rehabilitation Betroffener geleistet.

Unser Landesverband verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke und ist selbstlos tätig.

Des Weiteren ist der SLN  weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden.

Wir bemühen uns durch strukturierte Arbeit die Qualität der Selbsthilfe im Interesse aller Betroffenen und Angehörigen zu verbessern.

Auch hier gilt unser Gemeinschaftsmotto: "Gemeinsam geht's leichter"

 

Innen- und Außenwirkung von Selbsthilfegruppen und Verbänden

Während der Gruppensitzungen finden die Aktivitäten statt, die nach innen gerichtet sind und auf die Teilnehmer abzielen. Die Gleichbetroffen-heit und das daraus resultierende Verständnis untereinander, gibt den Betroffenen Halt, Unterstützung und Kraft und bereitet den Weg aus der Isolation.

In einigen Gruppen findet man oft richtige "Profis", da das Wissen der Mitglieder über das jeweilige Krankheitsbild mittlerweile weit über das eines Laien hinaus geht.

 

Selbsthilfegruppen sind gute Informations- und Kompetenzträger im Gesundheitswesen.  Sie sind als "vierte Säule" des Gesundheitswesens anerkannt und aus diesem nicht mehr wegzudenken. Oft plant die politische Seite mit der Selbsthilfe und versucht sie zu instrumentalisieren und somit eine mehr professionalisierte Einbindung zu erreichen. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass wir uns nicht als Dienstleister sehen, sondern als Ergänzung zum professionellen Angebot von Ärzten und Therapeuten.

     

Je mehr man in der Gruppe gelernt hat sich mit seinem Problem ausein-ander zu setzen, desto leichter fällt es, sich auch im alltäglichen Umfeld mitzuteilen. Familienmitglieder, Freunde und Bekannte können so erheblich entlastet werden.

Selbsthilfegruppen suchen vor Ort den direkten Kontakt zu Printmedien und Verwaltungen, um auf Defizite hinzuweisen.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden somit breite Bevölkerungs-gruppen über Krankheiten und soziale Lebenslagen informiert.

Ziel ist es präventiv zu wirken und eine bessere Versorgung zu gewähr-leisten.

Diese Kontakte versuchen wir auf Landesebene herzustellen und haben damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch uns geht es in erster Linie darum, mit zuständigen Institutionen und Fachleuten zu reden, um deren Dienstleistungen zum Wohle Betroffener zu verbessern.

 

An Menschen, die von einer Krankheit betroffen sind, stellt das Leben außergewöhnliche Herausforderungen.

 

Manche Menschen nehmen diese Herausforderungen mutig an und bewältigen sie mit viel Kraft. Einige engagieren sich nicht nur für sich selbst, sondern schließen sich mit anderen Betroffenen zusammen, geben Rat und Hilfestellung, entwickeln pfiffige und kreative Ideen  und machen so das Leben für sich und andere ein Stück leichter.

 

Mit großem Einsatz engagieren sich Betroffene und oft auch Angehörige, um sich und anderen den Umgang mit einer meist chronischen Erkrankung zu erleichtern. Selbsthilfe demonstriert damit besonders überzeugend die Kompetenz der Betroffenen und die Solidarität untereinander.

 

Wir, die Engagierten in der Selbsthilfe werden getreu der afrikanischen Weisheit „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern“  weiterhin unsere Arbeit im Rahmen bürger-schaftlichen Engagements einbringen, aber wir werden auch nicht müde Missstände anzuprangern und deren Abstellung einzufordern. Uns gibt es immer wieder Hoffnung und ganz viel Kraft, wenn wir feststellen mit welchem Eifer und Elan sich z.B. auch Mobilitätseingeschränkte einbringen und damit Wege aufzeigen mit ihrem jeweiligen Schicksal besser umgehen zu lernen.

 

Selbsthilfe macht Mut und gibt Selbstvertrauen

 

Unsere Einladung geht an alle Menschen mitzutun. In vielen Fällen wird das in der eigenen Gruppe bereits gemacht, aber es gibt Bereiche und Institutionen, an die kommen Einzelpersonen oder örtliche Selbsthilfegruppen gar nicht heran. Darum haben wir mit unserem Schlaganfall Landesverband ein Hilfsnetz im Gemeinwesen gebildet.     Wir haben eine Brücke gebaut und laden herzlich ein, diese zu betreten. 

Wir leisten somit gemeinsam einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung persönlicher Probleme, zu sozialer Integration und zu gesellschaftlicher Teilhabe.

 

Das Engagement in einer Selbsthilfegruppe trägt dazu bei, dass Menschen ihr Leben so weit wie möglich selbstbestimmt gestalten, eigene Fähig-keiten und Ressourcen bestmöglich nutzen und damit ihre Erkrankung oder Behinderung besser bewältigen können. Dies ist ungeheuer wichtig für den einzelnen Betroffenen, aber auch für unsere Gesellschaft.

 

Mit unserem Angebot zur Erreichung selbstgesteckter Ziele setzen wir uns bewusst von der Arbeit professioneller Institutionen und Beratungsein-richtungen ab. Wir möchten die Bedeutung von Selbsthilfegruppen für das Soziale im Gemeinwesen herausstellen.

 

Selbsthilfe schlägt somit eine Brücke zwischen individueller und sozialer Verantwortung.

 

Jeder kann helfen

 

Helfen auch Sie mit,

den Wert des Selbsthilfegedankens zu verbreiten.

 

Werben Sie in Ihrem Wirkungskreis für unsere wichtige Arbeit an und mit den Menschen.

 

Sie kennen bestimmt auch Mitmenschen, denen es schlecht geht, die Sorgen, Ängste und Probleme haben. Sie können Betroffene ermutigen, die Chancen einer Selbsthilfegruppe kennenzulernen.

 

Ullrich Weber

wichtige Info:

Jede Ihrer online-Bestellungen über smile.amazon.de hilft uns, dem Schlaganfall Landesverband Nieder-sachsen, unsere vielfäl-tigen Angebote für Betroffene und Angehö-rige noch weiter auszu-bauen.

Lesen Sie den Artikel           Was ist AmazonSmile?

 

 

unser nächster Termin: 

 

26.August

An diesem Tag findet der 25.Selbsthilfetag in Burgdorf statt.

Herzlich laden wir Sie ein uns in der Zeit von 10.00 bis 14.00Uhr auf dem Spittaplatz zu besuchen.

Die Selbsthilfelandschaft ist vielfältig und bunt.

Davon können Sie sich bei uns überzeugen.

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