- gute und funktionierende Selbsthilfearbeit          in Corona-Zeiten

 

In der Zeit vom 14. bis zum 16.August 2020 fand im Kneipp Bund Hotel Bad Lauterberg unser ersten Schlaganfall Gruppenseminar 2020 unter strikter Einhaltung der Corona bedingten Vorgaben statt.

 

Unser dreitägiges Seminar, finanziert aus Projektfördermitteln der AOK Niedersachsen und den Eigenbeteiligungen der Teilnehmenden diente der Stärkung der Alltagskompetenz und hatte den Titel:

“Kraftquellen erkennen lernen, für den Alltag erschließen und nutzen“

 

Im Kneipp Bund Hotel Bad Lauterberg fanden wir eine adäquate Unterkunft, welche unserer Gruppe ausreichend viele Zimmer und zwei gleichgroße Seminarräume auf einer, auch für Mobilitätseingeschränkte, gut zu erreichenden Ebene zur Verfügung stellte.

Das zugrundeliegende Konzept des Seminars richtete sich an Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen. Es beinhaltete theoretische und prakti-sche Verhaltens- und Umgangsanleitungen in kritischen Situationen. Eine Geste, ein Wort, ein Blick - was von Nichtbetroffenen oft als Nichtigkeit angesehen wird, hat für Betroffene einen ganz anderen Wert, eine viel höhere Wertigkeit. Die plötzliche Veränderung durch das Geschehnis Schlaganfall hat alles verändert. Den Betroffenen zuerst, in unmittelbarer Folge auch sein stark in Mitleidenschaft gezogenes Umfeld. Hier anzusetzen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu verdeutlichen, was Selbsthilfe über den reinen Austausch von Erfahrungen hinaus bewirken kann, ist eines unserer selbst gesteckten Seminarziele.

Auf der Innenseite unserer Broschüre ist der Satz zu lesen: "Die beste Art die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu gestalten." Eine Aussage, die gerade Menschen die in irgendeiner Weise von den Folgen einer erworbenen Hirnschädigung betroffen sind, eine "neue Sicht" auf die unerwartet ganz plötzlich veränderte Situation bietet.

 

Wir in unserer SHG gehen da noch einen Schritt weiter und sagen: “Einige Leute träumen von herausragenden Leistungen, andere packen einfach an und tun“.

  • „Kraftquellen erschließen“, dieser Anspruch stand bei uns an den drei Seminartagen im Mittelpunkt

Negatives denken zermürbt - hier eine andere Sichtweise derselben Situation einzunehmen kann hilfreich sein und für den Einzelnen sehr befreiend wirken.

Im Wesentlichen hat das Seminar zur Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der teilnehmenden Familien und auch innerhalb unserer Selbsthilfegruppe beigetragen.

 

Das Lächeln funktioniert auch gut mit Mund-Nasen-Schutz, welcher bei Unterschreitung des Sicherheitsabstands, wie auf dem Foto, immer getragen wurde. Im jeweiligen Seminarraum wurde die 1,50m-Regel jederzeit eingehalten, sodass nach Erreichung des Platzes

 

Einen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr der Begriff: Resilienz, im Sinne unseres Seminars ging es somit um die psychische Widerstandskraft/-fähigkeit eines jeden Einzelnen.

 

Aufgrund der bestehenden Corona-Beschränkungen und den damit verbundenen Hygienekonzepten waren wir gezwungen neue Wege zu beschreiten. Unsere beiden Referenten brachten ihre gemachten guten Erfahrungen eines vorangegangenen Seminars ein und teilten die Seminarteilnehmer in zwei gleichgroße Gruppen. Die Teilnehmenden verblieben somit das ganze Seminar über an einem - ihrem eigenen - Platz. Die Referenten wechselten den Raum und damit die Gruppe.

Auf diese Weise wurde jeder Teilnehmer mit sämtlichen Seminarinhalten beider Refenten versorgt. Gerade die unterschiedliche Herangehensweise unserer Refetenten machte das Seminar sehr interessant.

 

Die Teilnehmenden faßten ihre Erkenntnisse in der Abschlussrunde zusammen und erklärten eine neue Sensibilität für ihrer eigenen Resilienz, ihrer psychischen Widerstandskraft entdeckt zu haben und befanden mehrheitlich diese Erkenntnisse in die Tat umsetzen zu wollen. Konkrete Schritte der eigenen Weiterentwicklung, die eigene Veränderung soll letztlich das eigene Umfeld positiv beeinflussen.

Eine Fortsetzung im nächsten Jahr, evtl. auch an einem anderen Ort, ist fest eingeplant.

Die Seminarteilnehmer 2020 freuen sich mehrheitlich bereits jetzt darauf.

 

Das Miteinander funktioniert auch mit Mund-Nasen-Schutz. Gespräche in den Seminarpausen ersetzten die in der Selbsthilfearbeit so wichtigen Tischgespräche.

Gruppenseminar zur Stärkung der Alltagskompetenz                   vom 17. - 19.Juni 2016

- Interessante und abwechslungsreiche Tage in Bad Lauterberg -

 

Im Juni dieses Jahres fuhr ich mit weiteren 21 Mitgliedern der Schlaganfall-selbsthilfegruppe Burgdorf / Lehrte / Peine erstmals zu einem Seminar nach Bad Lauterberg im Harz. Dieses Seminar war auf Wunsch vieler Gruppenmitglieder erstmals ein mehrtägiges Seminar, um neben den interessanten Unterrichtungen noch Zeit dafür zu haben, sich besser kennen zu lernen, sich auszutauschen und krankheitsbedingte Probleme nach dem Tagesprogramm in kleinen Kreisen nochmals ansprechen zu können.

Die Anreise erfolgte individuell, d.h. mit privaten PKWs , wobei bedingt auch Fahrgemeinschaften gebildet werden konnten. So war gewährleistet, dass alle Teilnehmer ihre persönlich benötigten Hilfsmittel wie Faltrollstühle oder Rollatoren mitnehmen konnten.                 

Die Unterbringung im Kneipphotel Heikenberg in Bad Lauterberg war sowohl in Einzel- als auch in  Doppelzimmern vorgesehen, teilweise mussten die Zimmer wegen der krankheitsbedingten Einschränkungen behindertengerecht sein.  

Für einige Gruppenmitglieder waren bereits die Anreise und der Zimmerbezug recht aufregend, da sie seit dem Schlaganfall keine Möglichkeit mehr gehabt hatten in einem  Hotel zu übernachten.

Nachdem am Freitagnachmittag die letzten Teilnehmer eingetroffen waren, gab es nach einer kurzen Begrüßung durch den Gruppenleiter eine lockere  Vorstellungsrunde, da sich durch die Teilnahme von Gruppenmitgliedern aus Burgdorf, aus Lehrte und der weiteren Region Hannover sowie einigen Angehörigen noch nicht alle Teilnehmer kannten. Bereits bei diesem „Gedächtnistraining“ gab es manches zum Lachen und die anfänglichen Unsicherheiten waren überwunden.

Am Samstagmorgen ging das Programm gleich nach dem gemeinsamen Frühstück los. Es wurden 2 Gruppen gebildet. Ich war in  der ersten Gruppe, hier wurden u.a. Achtsamkeitsübungen auch für die weitere Nutzung zu Hause durchgeführt.  Das Zusammenspiel der rechten und linken Gehirnhälfte wurde erläutert und die Vernetzung der beiden Gehirnhälften z.B. durch die Bewegungsübung mit der „liegenden Acht“ veranschaulicht und beübt.

Gleichzeitig ging die Therapeutin immer wieder auf die krankheitsbe-dingten Probleme der einzelnen Teilnehmer ein und konnte auch so manchen Hinweis und Tipp für die Pflegenden Angehörigen geben.

Am Nachmittag wurde bei schönstem Sonnenschein ein Bewegungstraining auf der Wiese des Hotels gemacht, bei dem erstaunlicherweise auch stark bewegungseingeschränkte Gruppenmitglieder teilnahmen und zwar etwas langsamer aber dennoch sicher vorankamen und auch mit Freude bei der Sache waren.

Die Teilnehmer der 2. Gruppe hatten zwischenzeitlich mit Ihrem Teamer erarbeitet, was die Selbsthilfegruppe für die Mitglieder bedeutet, was eine Selbsthilfegruppe bewirken kann und welche Auswirkungen sie z.B. auch auf ihr Selbstwertgefühl  hat. Die Wichtigkeit der sozialen Kontakte, das Begründen neuer Freundschaften und der ständige Austausch mit gleichartig erkrankten Menschen bzw. auch der Austausch der Angehörigen untereinander erleichtert so manche schwierige Situation. Auch medizinische Probleme lassen sich manchmal leichter mit gleichartig Betroffenen ansprechen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen stellten beide Gruppen ihre Tagesaktivitäten der jeweils anderen Gruppe vor und alle waren sich einig, dass es ein sehr erfolgreiches Seminar gewesen war. Der Tag klang dann in gemütlicher Runde aus, wobei sehr schnell  die ersten Mitglieder erschöpft von dem anstrengenden Tag zu Bett gingen.

Beim Frühstück am nächsten Morgen hatten die Meisten das Erlebte nochmals Revue passieren lassen und alle waren sich einig, dass es ein sehr informatives, schönes und erlebnisreiches Wochenende war. Ich bin mir sicher, dass alle Teilnehmer gern auf dieses Wochenende zurückblicken und davon für den Alltag und die Bewältigung der krankheitsbedingten Einschränkungen profitiert haben. Der Tenor nachfolgender Gespräche war eindeutig: Wenn es auch recht anstrengend war, aber wir würden alle gern jederzeit wieder teilnehmen. 

Ein Großteil unserer teilnehmenden Gruppenmitglieder. Gut gelaunt im Garten des Kneipp-Bund Hotels Heikenberg

In der SHG-Gemeinschaft werden Betroffene und ihre Angehörigen aufgefangen

BURGDORF/LEHRTE (gb). Rund elf Jahre nach ihrer Gründung hat die Schlaganfall Selbsthilfegruppe (SHG) Burgdorf/Lehrte/Peine annähernd 100 Mitglieder. Eigenverantwortlichkeit, Gruppenverschwiegenheit und Unabhängigkeit gehören unter anderem zum wesentlichen Selbstverständnis der freien Selbsthilfegruppe, die Betroffenen sowie ihren Angehörigen beisteht, die durch die Krankheit hervorgerufenen Herausforderungen des täglichen Lebens zu bewältigen.
Manche Menschen nehmen diese Herausforderungen mutig an und bewältigen sie mit viel Kraft und Mumm. Andere schließen sich mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen zusammen, geben und erhalten so Rat und Hilfestellungen. Selbsthilfe macht Mut und gibt Selbstvertrauen.
„Mit unserem niederschwelligen Angebot setzen wir uns bewusst von der Arbeit professioneller Institutionen und Beratungseinrichtungen ab, denn eine Selbsthilfegruppe ist kein Dienstleister, sondern eine Gemeinschaft Betroffener. Gemeinschaft fängt auf“, betonte ihr Sprecher Ullrich Weber dazu beim Treffen des Vorbereitungskreises in der Burgdorfer DRK-Begegnungsstätte „Herbstfreuden“.
Die Finanzierung der Gruppenarbeit erfolgt auf der einen Seite durch die Förderung gesetzlicher Krankenkassen und auf der anderen Seite durch (Privat-)Spenden. Dadurch können gesellige Ausflüge und Besichtigungen sowie Besuche von Fachvorträgen realisiert werden, die die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Schlaganfallpatienten wieder stärken.
Die SHG Burgdorf/Lehrte/Peine plant für 2015 mit ihrem Infostand Beteiligungen an den Selbsthilfetagen in Hannover (9. Mai), Burgdorf (29. August), Peine sowie eine Präsenz auf dem Stadtfest „Oktobermarkt“ (2. bis 4. Oktober) in Burgdorf. Neben weiteren Aktivitäten sind diese Termine gute Gelegenheiten, über das Thema „Schlaganfall“ zu informieren.
Kontakte und weitere Auskünfte zur Arbeit der SHG Burgdorf/Lehrte/Peine über Ullrich Weber (Tel. 05136/8 27 27, Email: schlaganfall-burgdorf@arcor.de) sowie Waltraud Ruperti (Tel. 05132/5 42 69, Email: schlaganfall-lehrte@arcor.de). 

Während des Burgdorfer Oktobermarktes vom 02. bis zum 04.10.2015 veranstaltete unsere Selbsthilfegruppe wieder eine schon zur Tradition gewordene große Glücksradaktion. Wir danken allen ortsansässigen und überörtlichen Spendern, die diese Aktion unterstützt haben. Ihrem Engagement und den vielen Helfer unserer Gruppe ist es zu verdanken, dass wir auch in diesem Jahr mit dem Gewinn eine gemeinsame Weihnachtsfeier und einen Ausflug zur Stärkung des Gemeinschaftserlebens mitfinanzieren können. 

Schöne Tage, bestes Wetter in Burgdorf, nettes Publikum und tolle Helfer

Der Hannoversche Selbsthilfetag 2015 war wieder einmal ein großer Erfolg. Wir bedanken uns bei allen Helfern, Unterstützern und der fördernden AOK Niedersachsen.

Ebenso beteiligten wir uns am Bevenser Schlaganfalltag. Während beider zeitgleicher Veranstaltungen, welche wir besuchten, waren wir mit der Resonanz sehr zufrieden und von den vielen geführten Gesprächen beeindruckt.  

Der Hannoversche Selbsthilfetag 2014, wir waren dabei und hatten viele Besucher!

Ehrenamtstag in Burgdorf am 11.05.2014 mit gutem Besuch

Eindrücke / Bilder vom 3. Burgdorfer Gesundheitstag am             10. November 2012

Die Zusammenarbeit des SLN mit weiteren Burgdorfer Selbsthilfegruppen hat sich als sehr gut erwiesen, da so während der ganzen Veranstaltung immer interessierte Personen unseren Gemeinschaftsstand besucht haben. Unser Dank gilt allen Beteiligten.

Neuigkeiten lesen Sie immer hier auf unserer Startseite, aber bleiben Sie neugierig und durchstöbern Sie unsere Homepage nach weiteren interessanten Artikeln und Berichten.

 

wichtige INFO:

Die aktuelle CORONA-Pandemie ist der Grund dafür, dass sämtliche Aktivitäten mit physischen Kontakten weitestgehend unterbleiben müssen. Wir als Schlaganfallbetroffene denken zukunftsorientiert, wissen wir aus eigener Erfahrung doch, dass sich Therapieerfolge oftmals erst nach langer Zeit und vielen Mühen einstellen. Dieses Wissen ist auch ein Grund dafür über die Beschaffung eines eigenen "Wunscherfüllerbusses" nachzudenken.     

 

Sämtliche öffentliche Veranstaltungen unseres Landesverban-des sind  vorerst bis zum 10.Januar 2021 abgesagt!  

Unter den Rufnummern  0 51 36   8 27 27 oder 01 73   8 04 00 35 beraten wir telefonisch.

 

Hold your head up high
and don't be afraid

Quelle: LyricFindSongwriter: Oscar Hammerstein II / Richard Rodgers,

Songtext von You’ll Never Walk Alone © Concord Music Publishing LLC

frei übersetzt:

Kopf hoch und hab' keine Angst

 

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